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Marie-Colinet-Sekundarschule Hilden

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Antirassismus- und Antidiskriminierungstage


 

 

 

 

 

 

„Ihr seid nicht schuld an dem, was damals passiert ist. Ihr macht euch aber schuldig, wenn ihr nichts darüber wissen wollt, denn dann kann eine derartige Grausamkeit immer wieder passieren.

Esther Bejarano

 

Mathematik und Deutsch fallen vom 14. bis 16. März 2018 für die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler der Marie-Colinet-Sekundarschule aus. Stattdessen stehen Toleranz und Zivilcourage auf dem Lehrplan. Im Rahmen der „Antirassismus- und Antidiskriminierungstage“ finden am Bildungscampus Holterhöfchen und im Area 51 sieben Veranstaltungen statt, darunter Lesungen, Filmvorführungen und Konzerte. An einigen nehmen auch Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen des Helmholtz-Gymnasiums Hilden (HGH) teil. Organisiert und finanziert wird das Projekt durch das Amt für Jugend, Schule und Sport der Stadt Hilden.

Erstmals führte die städtische Jugendförderung die Aktion 2016 an der nun auslaufenden Wilhelm-Fabry-Realschule durch. „Wir wollten zeigen, dass Diskriminierung viele Facetten hat“, berichtet Kutlu Yurtseven, Koordinator des Ganztages am Bildungscampus. „Von Ausländerfeindlichkeit über Homophobie bis hin zu Sexismus.“ Die Jugendlichen waren nachhaltig beeindruckt. Der damals 16-jährige Dustin schrieb beispielsweise: „Wir haben in dieser Woche mehr über Menschlichkeit erfahren, als in den Jahren zuvor!“ Und auch Medina (15) war sich sicher: „Diese Woche wird mich noch Monate beschäftigen.“ Grund genug für die Jugendförderung, die Sekundarschule und das HGH das Projekt fortzuführen. Die Schwerpunktthemen 2018 sind der nationalsozialistische Untergrund (NSU) und Salafismus.

 

„Konkret geht es um Europas junge Salafisten, um den Holocaust und um den Bombenanschlag des NSU auf der Keupstraße“, erklärt Kutlu Yurtseven. Bei dem Attentat in Köln war er selbst Zeuge. „Wir wollen keine Betroffenheit auslösen, sondern bei den jungen Menschen ein Bewusstsein schaffen, sodass sie eigenverantwortliche Entscheidungen treffen können.“ Extreme Ideologien ähneln sich seiner Meinung nach stark. „Die Mechanismen funktionieren, weil die Mehrheit schweigt“, unterstreicht Yurtseven. „Auch wenn in einer Schulklasse gemobbt wird, gibt es in der Regel ein Opfer, zwei Täterinnen oder Täter und 26 Menschen, die das billigend in Kauf nehmen.“

 

Die Aktualität des Themas und den Bezug zum Schulalltag schätzt auch Sabine Klein-Mach. Als Leiterin der städtischen Sekundarschule ist es ihr ein großes Anliegen, „eine Gesellschaft der Vielfältigkeit“ zu leben: „Unterrichtsstoff ist wichtig. Junge Menschen müssen aber auch Freiräume haben, um sich mit ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Klein-Mach wünscht sich, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, „nicht wegzuschauen“. Besonders froh ist sie deshalb über den Besuch von Esther Bejarano. Die 93-jährige Deutsch-Jüdin hat das Vernichtungslager Auschwitz überlebt. Klein-Mach ist überzeugt: „Eine Zeugin des Holocausts zu treffen und ihre Geschichte zu hören, ist eine Erfahrung von unschätzbarem Wert.“

Alle Informationen und Termine befinden sich in dem Einladungs- und Informationsschreiben, dass alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern erhalten haben.

 

 

Adresse
Marie-Colinet-Sekundarschule
Städtische Schule der Sekundarstufe I
Am Holterhöfchen 26
40724 Hilden

Telefon: 02103 96 46 90
Fax: 02103 96 46 92 8
E-Mail: sekretariat@sek.hilden.de
   
Anfahrt zur Schule
Aktuelle Termine
25.08.2018
Schulbucheinbinden, 10 Uhr
29.08.2018
Begrüßung der neuen Fünftklässler, 14.30 Uhr
29.08.2018
Start in das Schuljahr 2018/2019, 8 Uhr



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